Anerkennung

STEINHOFF | HAEHNEL Architekten GmbH, Stuttgart

Das Projekt bildet eine Blockrandbebauung mit Fassaden entlang der Tal-, der Bahnhofs- und der Karlstraße. Im Erdgeschoss liegen großflächig öffentliche Nutzungen. Die bis zu 30 Meter tiefen Grundrisse sind flexibel nutzbar, werfen aber Fragen bezüglich Organisation, Zugänglichkeit und Belichtung auf. Je zwei schmale Durchgänge erschließen die «Grüne Mitte» und den «Quartiersplatz». Darüber türmt sich ein streng gerastertes, modulares System städtebaulich schlüssig zu einem 17-geschossigen Hochpunkt an der Nordostecke. Die beiden tiefen Flügel an der Karl- und der Bahnhofstraße belichten und erschließen räumlich komplexe Atrien in der Mittelzone. Dies führt zu einer einseitigen Orientierung der meisten Wohnungen. Die reiche Terrassenlandschaft verspricht großzügige private Außenräume. Im sechsten Obergeschoss des Hochpunkts befindet sich ein Restaurant, im 15. eine Skybar. Die Zugänge zu diesen öffentlichen Räumen werfen Fragen bezüglich der Störung und Sicherheit der Wohn- und Büronutzungen am gleichen Erschließungsstrang auf.

Die als modularer Holzbau gedachte Struktur mit ihren Vor- und Rücksprüngen bis zur Hochhaushöhe wirft konstruktive und brandschutztechnische Fragen auf. Die versprochene Eleganz und Effizienz dieses Bausystems dürften in der Umsetzung auf erhebliche Probleme stoßen. Die enormen Gebäudetiefen in den unteren Geschossen senken den Wohnanteil unter den erwünschten Anteil. Die verspielte und städtebaulich nachvollziehbare Setzung wirft bei näherer Betrachtung Fragen bezüglich technischer Machbarkeit und der Qualität der erzeugten Nutzflächen auf. Für die Hausgemeinschaft fehlen plausible Orte der Begegnung.

Für eine Detailansicht der Bilder bitte hier klicken

Präsentation der Wettbewerbergebnisse

Mit Abpielen des Videos erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen von YouTube einverstanden.